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Verbänden haftet oft das Vorurteil von behördenähnlichen, langsamen und von Command-and-Control-Strukturen geprägten Arbeitsweisen an. Sie gelten selten als Impulsgeber für innovative Arbeitsabläufe. Es mag einige Gründe für diese Sichtweise geben – aber Vorurteil bleibt eben auch Vorurteil. Meiner Meinung nach können agile Ansätze die Arbeit von Verbänden bereichern, wie unsere eigene Erfahrung zeigt.  

Agile Ansätze und Vorgehensmodelle beinhalten stets den Anspruch einer permanenten Verbesserung. Im Gegensatz zu traditionellen Arbeitsweisen stehen die Lessons Learned nicht erst am Ende eines Projektes. Vielmehr prüft ein Team nach festgelegten Iterationen sein bisheriges Vorgehen und den vorläufigen Stand bei der Umsetzung von Anforderungen. Gibt es etwas zu verbessern? Dann gilt es, die richtigen Entscheidungen zu treffen und diese umgehend umzusetzen.

Auch Verbände sollten die Macht der Retrospektive nutzen, denn sie stehen heute unter permanenten Anpassungsdruck. Die Welt wird schneller und komplexer. Fachgrenzen verschwimmen. Die Digitalisierung mischt die Arbeitswelt auf. Auch die tägliche Verbandsarbeit umfasst immer facettenreichere Aufgabenfelder und Fachgebiete. Doch genau deshalb lohnt der Blick zurück, schneller reagieren zu können und fachübergreifende Anforderungen interdisziplinär und gemeinsam zum Erfolg zu führen. An dieser Stelle können agile Ansätze wahre Schätze an Synergien heben. 

Der Verband als Dienstleister: Kunden im Fokus dank agiler Methoden

Zudem fungieren Verbände als Dienstleister. Dieser Umstand prädestiniert agile Methoden und Tools geradezu für die Verbandsarbeit, denn zu den agilen Grundwerten gehört, dass die Zufriedenheit des Kunden immer im Vordergrund steht. Eine gute Zusammenarbeit zwischen Dienstleister und Kunden ist das A und O. Die enge Einbindung des Kunden in Planung und Feedback fördert auch das Verständnis, welches Ziel erreicht werden soll. Letztlich stärkt dieses Vorgehen die Qualität der Ergebnisse und gibt den Kunden ein gutes Gefühl.       

Als Geschäftsbereich Zentrale Dienste sind auch wir Dienstleister für unsere Kunden. Das sind sowohl externe Stakeholder auch unsere Kolleginnen und Kollegen innerhalb des Verbandes. Die Unterabteilungen Personal, Finanzen, Services und IT erbringen gemeinsam ein sehr breit gefächertes Aufgabenspektrum. Die fachlich anspruchsvollen Anforderungen ergeben ein komplexes Arbeitsumfeld. Business-Agility kann hier helfen, diese Komplexität einzufangen, denn sie nimmt das ganze Unternehmen in den Blick. 

Wir haben die Erfahrung gemacht, dass im Grunde in allen Abteilungen der Wunsch nach mehr Flexibilität, mehr Effektivität, weniger unnötigen Arbeitsschritten und Kontextwechseln sowie die Begrenzung paralleler Arbeitsaufgaben besteht. Das Momentum für den Wandel ist also vorhanden.        

Das Miteinander durch die agile Transition verändern

Doch wie hat sich für uns das Miteinander verändert? Unser Ziel ist es, dass wir eine konstruktive Feedback-Kultur in unsere Arbeit integrieren. Es ist wichtig, dass man sich willkommen fühlt, Feedback zu geben und es ebenso begrüßt, Feedback zu erhalten. Wir pflegen somit einen bewussteren, wertschätzenden Umgang auf Augenhöhe. Werte wie Vertrauen, Mut, Transparenz, Toleranz und eine positive Fehlerkultur wollen wir so aktiv fördern.

Seitdem wir den Wandel eingeleitet haben, stieg die Mitarbeiterzufriedenheit spürbar. Das beeinflusst natürlich ebenfalls unsere Attraktivität als Arbeitgeber positiv.   

Sehen sie hierzu auch meine Vorträge auf dem
Messekongress IT für Versicherungen am 27.11.2019 in Leipzig (Programm) und der Agile Beyond IT 2020 am 18.03.2019 in Berlin (Programm)